Das Leben aufsaugen

Manchen Morgen nehme ich ihn einfach ganz fest in den Arm, um das Leben zu spüren, das in ihm steckt. Ich spüre es nicht nur, ich sauge es in mich auf. Seinen Herzschlaf, seinen Atem, seinen Geruch, alle Bewegungen (die unkontrollierten und die gezielten), seine Laute. Dann weiß ich - er ist da. Und er lebt. Sein kleines Herz schlägt, seine Lunge atmet, ja inzwischen ist er sogar in der Lage zu lautieren. Und es geht ihm gut. Ich sammle sein Lachen, jeden Tag. Ich sauge es in mich auf und halte es fest - ganz fest, ganz tief in mir drin. Wer weiß, wann ich es wieder brauche, damit es mir neue Kraft schenkt.

14.2.15 10:41

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